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Religion

>>Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, die Du mir nennst. – Und warum keine? – Aus Religion?<<
(Friedrich Schiller, Dichter 1759-1805)

>>Jesus ist das Gegenstück eines Genies: er ist ein Idiot.<<
(Friedrich Nietzsche, Philosoph 1844-1900)

>>Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet.<<
(Friedrich Nietzsche, Philosoph 1844-1900)

>>Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.<<
(Friedrich Nietzsche, Philosoph 1844-1900)

>>Es werden wohl noch zehntausend Jahre ins Land gehen, und das Märchen vom Jesus Christus wird immer noch dafür sorgen, daß keiner so richtig zu Verstande kommt.<<
(Johann Wolfgang Goethe, Dichter,1749-1832)

>>Die frommen Geistlichen, pflegten schon im Mittelalter alles zu vögeln, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und wie wir nicht ohne Grund vermuten dürften, weibliche Tiere. Die Homosexualität florierte in den Klöstern seit deren Bestehen. Wo es an Männern mangelte, man den Nonnen nicht einmal die Beichtväter gönnte, mussten sie oft mit Kindern vorliebnehmen.<<
(Karlheinz Deschner)

Wenn ein Atheist richtig geurteilt und seine Natur zu Rate gezogen hat, so hat er Prinzipien, die zuverlässiger und immer menschlicher sind als die des Abergläubischen, der durch eine finstere oder schwärmerische Religion entweder zur Torheit oder zur Grausamkeit geführt wird. Niemals wird man die Einbildungskraft eines Atheisten so sehr vernebeln, daß man ihm glaubhaft macht, Gewalttätigkeiten, Ungerechtigkeiten, Verfolgungen, Morde seien tugendhafte oder rechtmäßige Handlungen.
Paul Thiry d’Holbach, deutsch-französischer Baron (1723-1789)

Die Statthalter Gottes mochten es noch so arg treiben, den dummen Menschen gingen die Augen nicht auf. Fürsten und Völker liessen sich von den Päpsten das Fell über die Ohren ziehen und küssten dafür den Tyrannen noch immer demütig den Pantoffel.
Otto von Corvin, “Der Pfaffenspiegel”, (geb. 1812)

Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, daß unsere heutigen Religionen der Religion Christi so wenig gleichen wie der der Irokesen. Jesus war ein Jude, und wir verbrennen Juden. Jesus predigte Duldung, und wir verfolgen. Jesus predigte eine gute Sittenlehre, und wir üben sie nicht aus. Jesus hat keine Dogmen aufgestellt, die Konzile aber haben reichlich dafür gesorgt. Kurz, ein Christ des 3. Jahrhunderts ist einem Christen des 1. gar nicht mehr ähnlich.
Friedrich der Große, deutscher Fürst (1712-1786)

Wer sich so mit dem Nebel des Mysteriums umgibt, wie alle diese, die es mehr oder weniger begabt der katholischen Kirche nachmachen, der zeigt, daß seine Position bei voller Klarheit viel zu fürchten hat.
Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller (1890-1935)

Wollte ich all die in Rom vorkommenden Mordtaten, Räubereien und Greuel aufzählen, so fände ich kein Ende. Wieviel der Vergewaltigung und Blutschande. Wieviel Verdorbenheit macht sich im päpstlichen Palast breit…ohne Scheu vor Gott und den Menschen. Welche Herde von Kupplerinnen und Prostituierten treiben sich in St. Peter herum.
Burchardus über Papst Alexander VI.

Das Blut, welches die Bekenner des Gottes der Barmherzigkeit und des Friedens seit der Einführung seiner Religion vergossen haben, würde wahrscheinlich genügen, um die Anhänger aller anderen Sekten, die jetzt auf der Erdkugel wohnen, zu ersäufen.
Percy Bysshe Shelly, englischer Poet (1792-1822)

…die Theologen behaupten das Gegenteil und sagen; “Alles, was existiert, muss eine Ursache haben, also auch unsere Welt. Und irgendetwas muss diesen Anfang gesetzt haben. Eben das ist Gott.” Es ist einfach in sich unlogisch, weil dann auch Gott eine Ursache gehabt haben muss.
Hans-Jürgen Wolf

Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte.
Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749-1832)

Den Priestern wird eingeredet, ihre autoritäre Mission direkt vom Himmel erhalten zu haben. Als Bewahrer und Verkünder der einzigen Wahrheit dulden sie keine gedankliche Auseinandersetzung, denn sie müssen recht haben. Wer nicht mit ihnen ist, ist gegen sie und wird als verdammenswerter Gegner betrachtet. Toleranz ist ihnen fremd. Dies liegt in ihrer merkwürdigen Psychologie begründet. Sie gehen davon aus, Vertreter einer höheren Ordnung zu sein. Sie sind davon überzeugt, dass ihnen Gott die höchste Macht über alles verliehen hat; das ist eine Illusion. Wenn die Toleranz eines kleinen und nur schlecht bezahlten Landpfarrers schon solche Formen der intellektuellen Überheblichkeit annimmt, können wir uns vorstellen, wie es im Vatikan zugehen muss.
Hans-Jürgen Wolf

Wir stehen unter einer finsteren Herrschaft, der des Satans, des Fürsten dieser Welt, des Feindes Nummer Eins…und zwar zugleich in einer furchtbaren Vielzahl
Papst Paul VI, in einer Generalaudienz von 1972

Die Freiheit der katholischen Theologie gleicht der eines Vogels im Käfig. Die Dogmen sind die Gitter und der Käfig gehört dem kirchlichen Lehramt. Der Spatz darf von einem Stäbchen zum anderen hüpfen. Er trällert auf Kommando die geheimnisvolle Zaubermelodie der Kirche. Ihr verführerischer Gesang ruht auf Illusionen.
Schwaiger, Kirchenhistoriker und Professor der Theologie

Der donnernde Gott, der zürnende Gott, der rächende Gott. Was für ein Choleriker.
Heinrich Wiesner, deutscher Aphoristiker (1925-)

Als Priester musste ich meine Amtspflichten verrichten, aber wieviele habe ich an mir selbst gelitten, wenn ich gezwungen war, euch fromme Lügen zu predigen, die ich im Herzen verabscheute. Wie sehr habe ich mein Amt gehasst und welche Gewissensbisse hat mir eure Leichtgläubigkeit verursacht. Tausendmal hatte ich die Absicht, euch die Augen zu öffnen, aber ein Furcht, die meine Kraft überwog, hielt mich zurück, bis zu meinem Tod zu schweigen
Jean Meslier, französischer Priester (-1773)

Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.
Charles Baudelaire, französischer Poet (1821-1867)

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  • Es ist erbärmlich anzusehen, wie die Menschen nach Wundern schnappen, um nur in ihrem Unsinn und Albernheiten beharren zu dürfen und sich gegen die Obermacht des Menschenverstandes und der Vernunft wehren zu können.
    Johann Wolfgang Goethe, deutscher Dichter - an Jacobi 1.6.1791 (1749-1832)

    Die positiven ganzheitlichen Erfahrungen vieler Naturreligionen hat das Christentum ausgemerzt. An die Stelle des Sanften, Lebensbewahrenden ist das Harte, Zerstörerische getreten. Die weißen Europäer, die als Konquistadoren, als Eroberer mit dem Schwert ihren Glauben verbreiteten, haben den Völkern Amerikas und Afrikas nicht nur die Lebensgrundlagen geraubt, sondern mit der Zerstörung der Religionen auch die kulturelle Identität. Und sie haben überall hin ihre unchristliche Philosophie mitgebracht: Besitz- und Profitsucht.
    Günter Wallraff, Schriftsteller (1942-)
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