Gibt es Außerirdische?

Dies habe ich auf Krieg oder Frieden gepostet.

Ich habe mir mal Folgendes überlegt.
Unser Universum ist ca. 13 Milliarden Jahre alt. Zuerst existierten nur Wasserstoff und Helium – welches in den ersten Sonnen aus Wasserstoff erzeugt wurde. Damit ist natürlich kein großer Staat zu machen.
Nach einigen Milliarden Jahren brannten diese Sonnen aus, explodierten und erschufen die schweren Elemente. Da dies die Vorausetzung für alle nachfolgenden Dinge wie Planeten und am Ende auch Leben sind, konnten erst jetzt Sonnensysteme mit Planeten entstehen. Alle sehr viel älteren Sonnensysteme als unseres bestehen nur aus leichteren Elementen, die kein Leben ermöglichen.
Es kann durchaus sein, dass unser Sonnensystem zu den ersten gehört, welche genug schwere Elemente enthalten, um Planeten und später Leben zu erschaffen – wobei das Leben ja eventuell durch Asteroiden auf die Erde gekommen ist, ebenso wie das Wasser.
Wenn wir weiter davon ausgehen, dass es jedesmal einige Milliarden Jahre dauert, bis das erste Leben auf einem geeigneten Planeten erscheint und schließlich genügend Sauerstoff gebildet wurde, um höheres Leben zu ermöglichen, dann dürfte eine Kambrische Explosion nach ca. 4 Milliarden Jahren nach Entstehung eines Planeten einsetzen. Danach ist es wohl wie bei unserer Erde von einigen Zufällen abhängig, ob sich intelligentes Leben bildet. Bei uns wurde es erst nach mehreren Katastrophen möglich, die insgesamt über 90% der Lebenwesen auslöschten. Hätten die Saurier überlebt, gäbe es keine größeren Säugetiere und damit auch keine Menschen.
In den 500 Millionen Jahren seit dem relativ plötzlichen Auftauchen aller „modernen“ Tierstämme hat sich im Bereich intelligentes Leben lange Zeit nicht viel getan.
Erst vor 200.000 Jahren erschien der Homo Sapiens auf der Bühne und verbreitete sich danach über die gesamte Erde. Vor 70.000 haben die kognitiven Fähigkeiten – Lernfähigkeit, Gedächtnis, Kommunikationsfähigkeit – des Menschen deutlich zugelegt. Vor 13.000 Jahren entstand der Ackerbau, das Industriezeitalter brach vor knapp 200 Jahren an und Computer und Elektronik allgemein gibt es seit nicht einmal 100 Jahren.

Sollte diese Entwicklung typisch sein, dann wird es kaum weiter entwickelte Lebensformen auf anderen Planeten geben als die unsrige. Es mag Abweichungen von ein paar 10.000 Jahren geben. Viele der vorher entstandenen intelligenten Lebensformen sind aber vermutlich schon wieder ausgestorben,

Nimmt man hinzu, dass Leben nur auf einem Planeten mit einem sehr großen weiteren Planeten – der die meisten Asteroiden „absaugt“ – und einem viel zu großen Mond – der durch einen Zusammenprall zweier Planeten zum richtigen Zeitpunkt enstand – möglich ist, dann geht die Wahrscheinlichkeit sehr weit nach unten.
Carl Sagan sagte einmal, dass es aktuell entweder mehre Millionen intelligenter Lebensformen in der Milchstraße gibt, oder aber gerade einmal 10!
Und diese 10 sind dann so weit voneinander entfernt, dass wir uns niemals begegnen werden.

Die Wissenschaft geht seit kurzer Zeit davon aus, dass jedes 5. Sonnensystem einen erdähnlichen Planeten enthält. Aber das heißt noch lange nicht, dass sämtliche Zufälle eintrafen, die Leben ermöglichen.

Hier der Beitrag von Carl Sagan, basierend auf der Drake-Gleichung:

Selbst wenn wir von einem Mittel von 10.000 heute existierender intelligenter Lebensformen auf unserem Niveau ausgehen, werden sie zu weit voneinander entfernt sein, um sich zu begegnen, solange sie existieren.

Sollte es aber eine Zivilisation geschafft haben, mit irgendeiner Methode Tausende von Lichtjahren in einem annehmbaren Zeitraum zu überwinden – Warptechnik, Hyperraum etc. – so werden sie wohl zuerst nur Roboter losschicken. Und das Problem ist ja, dass sie erst einmal von unserer Existenz wissen müssen. Unsere Radiosignale dringen erst seit ein paar Jahrzehnten in den Weltraum, haben also höchstens 50 Lichtjahre überwunden – und sind dabei dermaßen schwach, dass sie kaum bemerkt worden sind. Und wenn es andere Zivilisationen in diesem Umkreis gäbe, dann hätten wir ihre Signale empfangen müssen – was ja unter anderem SETI versucht, aber bisher völlig erfolglos.

Meiner Meinung nach ist es wahrscheinlicher, dass eine intellligente Lebensform auf dem Grund unserer Meere existiert und Expeditionen an die Erdoberfläche unternommen hat, als dass uns Außerirdische besucht haben.

Eine weitere theoretische Möglichkeit wäre, dass es Leben in Paralleldimensionen gibt, die quasi in demselben Raum leben wie wir und die es irgendwie geschafft haben, durch die Dimensionen zu uns zu kommen.

Eine dritte Möglichkeit wäre, dass die Besucher aus unserer eigenen Zukunft kommen.

Aber wieso sollten uns diese Besucher dann angreifen wollen? Irgendwer sagte einmal: „Wenn eine Zivilisation es geschafft hat, ihre eigenen Probleme wie Kriege zu überwinden und eine derartige Technik zu entwickeln, dann muss sie friedlich sein“. So etwas wie die Klingonen wird es also wohl nicht geben.

Wenn ich mir die Entwicklung von Robotern auf unserer Erde ansehe, dann werden wir wohl höchstens von Androiden besucht werden. Und wenn sie nicht gesehen werden wollen, dann werden wir sie auch nie wahrnehmen, zumal es eventuell sogar so etwas wie Naniten sein werden.

Über den Unsinn von Disclaimern

Warum das Anbringen eines Textes wie:

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man sich der Verantwortung für Inhalte nicht dadurch entziehen kann, daß man sie nicht selber veröffentlicht, sondern einen Link auf eine fremde Veröffentlichung dieser Inhalte setzt und sich von diesem Link distanziert.

nicht nur Unsinn ist, sondern sogar kontraproduktiv:

http://www.daniel-rehbein.de/urteil-landgericht-hamburg.html

HORIZON FILM – Forum

Dieser Text bezieht sich auf den Clip:

http://www.dailymotion.com/related/x3s8oh/video/x3s90v_doppelspaltexperiment-von-bleep-bei_shortfilms?hmz=74616272656c61746564

Erstmal danke. Endlich kann ich den Leuten das Flatland einfacher näher bringen.

Zwei Fehler gibts jedoch in dem Clip.

1.) Als der Professor seinen Finger durch das Flatland steckt, sagt er: „In der 2D-Sicht der Wesen sieht das ungefähr so aus…“ und man (WIR) sieht von oben einen Kreis.
Doch natürlich sehen die Wesen keinen Kreis, sondern eine Linie, denn sie sehen nicht 2D, sondern 1D. Das wurde leider in dem Clip nicht angemerkt: X dimensionale Wesen können nur x-1 Dimensionen erkennen. WIR sehen 2D und können deshalb die Fläche erkennen.
Kurz einmal taucht die Kamera in die Sicht der 2D-Wesen ein und man sieht so etwas wie lauter Linien (die natürlich zu dick gezeichnet waren, sie haben ja keine Höhe). Und das ist die Sicht der Wesen dort: Sie sehen alles als Linien, egal ob es Flächen oder Körper sind.

Kurzer Exkurs…
Wer bisher dachte, wir würden 3D sehen, den muss ich leider enttäuschen. :-)
Würden wir 3D sehen, so würden wir einen Körper in seiner Gesamtheit wahrnehmen, also aus allen Richtungen gleichzeitig, seine Oberfläche und Form. Wir sehen aber nur eine 2-dimensionale Darstellung eines Körpers, eine „Draufsicht“ oder „Frontsicht“. Durch 2 Augen erzeugt unser Gehirn Tiefenwahrnehmung und rechnet dann dessen vermutliche Maße aus. Dabei geht es von der Erfahrung aus, dass sich naheliegende Objekte stärker verschieben als entfernt liegende und von ähnlichem ihm bekannten Ansichten.

Bissel wissenschaftlicher: Jeder Körper wirft durch Reflexion von Licht ein 2-dimensionales Abbild auf unsere Netzhaut. Dabei treffen logischerweise nur die Lichtstrahlen auf unsere Netzhaut, die von der uns zugewandten Körperseite auf uns treffen – im besten Fall knapp 50% der Körperoberfläche. Es ist aus diesem Grund unmöglich, 3-dimensional zu sehen. Dazu müssten wir nämlich ein dreidimensionales Sehorgan besitzen, welches in der Lage sein müsste, Lichtreflexionen, die nicht in unsere Richtung abstrahlen, wahrzunehmen und einander richtig zuzuordnen. Ein hypothetisches 4-dimensionales Wesen würde uns aber ohne Probleme in unserer Gesamtheit erkennen, genauso wie wir ohne Probleme Flächen in ihrer Gesamtheit erkennen.

Dass das alles so ist, kann man wunderbar durch die Möglichkeiten der optischen Täuschung an sich selbst testen. Es muss uns nur eine Fläche gezeigt werden, die genauso erscheint wie ein dem Gehirn bekannter Körper, und schon sehen wir diesen Körper. Das ist noch verblüffender, wenn es sich um einen völlig anders geformten Körper handelt, der aber in unserer 2D-Sicht so aussieht wie ein anderer, uns bekannter Körper.

2.) Auch die räumliche Darstellung des Professors in der Welt war falsch. Denn er schwebte außerhalb der 2 Dimensionen von Flatland. Natürlich würde er in Wahrheit die Fläche berühren (er kann ja nicht fliegen) und somit wäre er auch sichtbar und keinesfalls ein unsichtbarer Geist für ein 2D-Wesen. Und was würde dieses Wesen von ihm sehen? Richtig, eine Linie. Er sieht also exakt so aus wie die dem Wesen bekannten 2D-Wesen, nur vielleicht in dieser Darstellung einiges größer (= längere Linie). Das Wesen hätte also keinen Grund, in dem Professor ein Überwesen zu sehen – außer aus dem Grund, dass er durch seine erhobene Position (und vor allem wegen seiner Größe) in ein anderes Zimmer sehen kann, welches verschlossen ist.

Alles in allem ein sehr schöner Clip für Anfänger, bis auf die genannten Fehler.