Gedanken zum Gutmenschentum / Antifa

Ich glaube, das Problem ist, dass in Ländern, in denen lang genug Frieden herrscht, in denen also genug junge Leute existieren, die Krieg und Unterdrückung nur aus dem TV und Internet in anderen Ländern kennen, diese eine Art Schuldgefühl entwickeln. Ihnen wird schon in der Schule erklärt, dass wir eigentlich “unverdient” in Frieden und Wohlstand leben und die Völker, denen es schlecht geht, zum einen Pech hatten (ein ganzes Land?) und zum anderen eigentlich wir Schuld sind, dass es ihnen nicht gleich gut geht.

Viele junge Menschen können wohl ein gutes, leichtes Leben nicht ertragen. Sie müssen etwas finden, für das sie sich einsetzen/kämpfen können. Sei es Marxismus, Feminismus, Genderismus oder auch der Wunsch, allen Menschen der Welt zu helfen, damit es ihnen gut geht, sogar unter Aufgabe des eigenen guten Lebens – für welches ihre Eltern und Großeltern hart gearbeitet haben. 
Es liegt vielen Menschen im Blut, sich für eine gute Sache einzusetzen, um ihre Moralvorstellungen umzusetzen. Und wenn das für die eigenen Leute nicht mehr möglich ist, weil die ja schon gut leben, dann eben für andere.

Wem ein sorgenfreies Leben schon in die Wiege gelegt wurde, wer nie verzichten und hart arbeiten musste, der schätzt die Werte einer freien Gemeinschaft nicht hoch ein, denn sie sind ja selbstverständlich. Und dann sollen sie auch selbstverständlich für andere Menschen gelten, ohne die Machbarkeit oder Folgen einschätzen zu können.

Die Mitglieder der ehemaligen RAF stammten aus wohlhabenden, sorgenfreien Familien. Sie sahen es als ihre Pflicht an, ihre “moralischen” Ziele mit allen Mitteln umzusetzen, auch mit Mord.