Nov
05
2020
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Was würdest Du als „Gott“ tun?

Kommentar zu dem Beitrag https://www.reitschuster.de/post/007-jetzt-weiblich-und-schwarz/

Das stimmt in der Tat. Alle Religionen sind fortschrittsfeindlich, weil irgendwann alle „Wunder“ als entweder erfunden oder wissenschaftlich erklärbar eingestuft werden. Das wollen Religionsführer natürlich verhindern, weil es ihren Anspruch gefährdet, allein die Wahrheit zu kennen. Die Aufklärung beendete diese Alleinherrschaft, wodurch sich die Wissenschaften durchsetzen konnten.

Der Islam befindet sich da, wo die katholische Kirche vor ein paar hundert Jahren war, und eine Modernisierung wird mit allen Mitteln verhindert. Das liegt an dem wirklich geschickten Schachzug, den Islam als „letzten Willen“ eines Gottes auszulegen, der niemals angezweifelt werden darf. Diese Einstellung konnte nur durch brutale Eroberungen und Ausrottung/Versklavung aller Andersdenkenden durchgesetzt werden. Kein Volk hat freiwillig den Islam angenommen, wieso hätten sie es auch sollen?

Ich gehe öfters das Denkspiel durch, was passieren würde, wenn ein neuer „Messias“ in einer Höhle erklären würde, ihm sei ein Engel/Gott erschienen, der ihm erklärte, alle Religionen hätten Gott (welchen auch immer von den zig hundert) missverstanden und er habe das alles ganz anders gemeint. Natürlich alles ohne Belege wie auch bei allen anderen Religionsstiftern. Denn laut der geschichtlichen Aufschreibung ist noch niemals ein Gott vielen Menschen (weltweit) erschienen und hat seine Aussagen in die Welt getragen. Immer war es ein Mensch, der eine „Erscheinung“ hatte, weil das allmächtige und allwissende Wesen, welches alle Menschen erschaffen hat, offensichtlich nur mit jeweils einem Menschen reden möchte/kann.

Wenn das in den anderen  Fällen ausgereicht hat, muss es das ja das nächste Mal auch.

Man stelle sich vor, man sei so fortgeschritten, dass man ein virtuelles Volk in einem Computer erschaffen kann, welches sich selbst bewusst ist, aber nichts von seiner Entstehung weiß. Dieses Volk würde über seine Entstehung mutmaßen und zu dem Schluss kommen, ein „höheres Wesen“ müsse es erschaffen haben. Sie stellen also Theorien auf, wie dieses Wesen beschaffen sein muss.

Man schaut sich das an und ist amüsiert darüber, auf welche Ideen dieses Volk kommt. Irgendwann entschließt man sich, dem Volk die Wahrheit zu verkünden, damit die Mutmaßungen aufhören. Wie stellt man das am besten an?

a) Man „erscheint“ vor dem Volk und teilt allen mit, dass man sie erschaffen hat und fragt nebenbei, was sie gern geändert haben wollen, weil man es ihnen ja angenehm machen möchte.

b) Man sucht sich eine einzelne Person aus, erklärt ihr, dass man sie und das gesamte Volk erschaffen hat und vertraut darauf, dass diese Person es richtig verstanden hat und es korrekt weitergeben kann. Außerdem teilt man dieser Person mit, dass alle erschaffenen Wesen bestraft werden, wenn sie nicht genau das tun, was man von ihnen verlangt, weil man es eben so festgelegt hat.

Was würdest Du als Erschaffer wählen, a oder b?

 

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